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Allah ist der arabische Name Gottes
(zusammengesetzt aus dem arabischen Artikel Al- und
ilah = Gott), wobei der Koran die Überzeugung vertritt,
dass alle Gesandten und Propheten ein und denselben
Gott verkünden. Allah ist identisch mit dem Gott
der Thora und des Evangeliums: "Und sagt: "Wir
glauben an das, was (als Offenbarung) zu uns, und was
zu euch herabgesandt worden ist. Unser und euer Gott
(ilah) ist einer. Ihm sind wir ergeben (muslim)".
(29:46)
- Ist aber eine Beschreibung Gottes,
d.h. eine Definition Seines Wesens (Allah) überhaupt
möglich?
Im Koran heißt es: "Nichts
ist Ihm gleich." (42:11). Er ist also weder Körper,
noch Geist, weder räumlich noch zeitlich, weder
sichtbar noch in Abbildungen erfassbar (transzendent).
Vom Propheten wird überliefert: "Gott
sprach: Weder Himmel noch Erde umschließen Mich,
aber das Herz Meines gläubigen Dieners umschließt
mich."
In Sure 59:22-24 lesen wir:
"22 Er ist Gott, außer dem es keinen Gott
gibt, der über das, was verborgen ist und das,
was sichtbar ist, Bescheid weiß. Er ist der Gnädige,
der Barmherzige. 23 Er ist Gott, außer dem es
keinen Gott gibt, der König, der Heilige, der Eigner
des Friedens, der Gewährer von Sicherheit, der
Beschützer, der Mächtige, der Verbesserer,
der Majestäti-sche. Hoch erhaben ist Gott über
all das, was sie (ihm an anderen Göttern) beigesellen.
24 Er ist Gott, der Schöpfer, der Bildner, der
Gestalter. Sein sind die schönsten Namen. Alles,
was in den Himmeln und was auf Erden ist, preist Ihn,
und er ist der Mächtige, der Weise."
In Sure 112 steht:
"Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes
1 Sag: Er ist Gott, ein Einziger, 2 Gott der Unabhängige
und von allen Angeflehte. 3 Er hat weder gezeugt, noch
ist Er gezeugt worden; 4 Und keiner ist Ihm gleich."
Seine Beziehung zu Seinen Geschöpfen
(nicht nur zu den Menschen) können wir jedoch noch
genauer definieren. Sie ist vor allem durch zwei Eigenschaften
bestimmt: Der Barmherzigkeit (vgl. 6:12 und 6:54) und
der daraus resul-tierenden Gerechtigkeit.
Zur Gott-Mensch und Mensch-Gott-Beziehung
im Islam:
Nicht selten haben nicht-muslimische Autoren
versucht, ein starres Gottesbild im Islam zu zeichnen,
demnach der islamischen Gott als "Herrscher"
und "Richter" auftritt. Die Muslime wurden
dabei als "Sklaven" dieses Gottes dar-gestellt,
unter dessen Willen sie sich zu unterwerfen hatten.
Der Koran selbst, ist der beste Beweis für die
Falschheit dieser unsachgemäßen Behauptung
, denn Gott offenbart den Menschen Sein Wort, nicht
Seinen "Willen"!
Der arabische Begriff "Rabb"
- eines der zentralen Bezeichnungen für die Beziehung
Gottes zu den Menschen - (im Deutschen als "Herr"
übersetzt) impliziert auch den Gedanken der Erziehung
und Rechtleitung. Der Islam vertritt ein positives Menschenbild,
wobei sowohl der Gedanke der "Erbsünde"
als auch der Gedanke der "Erlösung" ihm
fremd ist. Vielmehr ebnet sich jeder Muslim den Weg
zum Heil selbst. Und: "Keine Seele trägt der
anderen Last". (6:164) |