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1. Schöpfer
2. Die Wichtigkeit der Definition von Begriffen
Der Begriff „Din“ für Religion
Der Begriff „Islam“
3. Glaubenslehre
Islamische Glaubenslehre
Die fünf Säulen des Islam
4. Fünf Bedeutungsebenen von Islam
Die lexikalische Bedeutung
„Islam“ als Urreligion
„Islam“ als letzte Offenbarung Gottes an den Propheten Muhammad
Islam als historische und kulturelle Größe
Der „Islam“ als Projektion
5. Der Prophet
Seine Kindheit
Seine Jugendzeit
Sein Berufungserlebnis
Die Hicra nach Medina
5a. Wer war der Prophet Muhammad (saw)?
6. Der Koran
Die beherrschenden Themen in Mekka
Die Hauptthemen in Medina

7. Das Fasten im Ramadan

8.Freitagspredigten - Hutba

 

Zitate aus dem Koran
 
 
 

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5.
Der Prophet Muhammad
 
 

5.1. Seine Kindheit
5.2. Seine Jugendzeit
5.3. Sein Berufungserlebnis
5.4. Die Hicra nach Medina

5a. Unser Prophet Muhammad (saw)

 
5.1.

Seine Kindheit

Muhammad ibn Abdullah (geb. um 570 in Mekka) war das jüngste Mitglied einer Großfamilie der Sippe Qaim aus dem Stamm der Qurais. Dieser Stamm war sehr angesehen und überregional bedeutsam, da er wichtige religiöse und gesellschaftliche Funktionen inne hatte. Muhammads Vater Abdullah war kurz vor dessen Geburt verstorben. Seine Mutter Amina starb als er sechs Jahre alt war, so dass er erst unter der Obhut seines Großvaters Abd al-Muttalib, dann, nach dessen Tod, bei seinem Onkel Abu Talib war.

Über seine Kindheit weiß man sehr wenig, so dass die Informationen in der Überlieferungsliteratur sehr lückenhaft sind.

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5.2.

Seine Jugendzeit

Eines geht aus den Quellen deutlich hervor, nämlich, dass er trotz des blühenden Götzendienstes in seiner Heimatstadt Mekka, das schon seit dem Propheten Abraham als religiöse Pilgerstätte gilt, kein Götzenanbeter war, sondern ein Gottsucher wie einst Abraham gewesen ist .
In der Obhut seines Onkels erlernte er den Beruf des Kaufmanns und später (mit ca. 25 Jahren) trug ihm die Geschäftsfrau Hatidsa für die er gearbeitet hatte ihren Ehewunsch an. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne und vier Töchter hervor.

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5.3.

Sein Berufungserlebnis

Im Alter von ca. 40 Jahren hatte Muhammad in der Höhle vom Berg Hira (12 km nördl. von Mekka) um 610 sein erstes Berufungserlebnis, wo ihm nach koranischer Aussage der Erzengel Gabriel erschienen ist und die ersten fünf Verse der 96. Sure ("Der Embryo") vortrug: "1 Trag vor im Namen deines Herrn, der erschaffen hat, 2 den Menschen aus einem Embryo erschaffen hat! 3 Trag vor! Es ist dein höchst edelmütiger Herr, 4 der den Gebrauch des Schreibrohrs gelehrt hat, 5 den Menschen gelehrt hat, was er (vorher) nicht wusste."

Diese erste Zeit der Berufung, die noch weitere 12 Jahre in Mekka andauerte, ist geprägt durch die Auseinandersetzung mit denjenigen unter den Mekkanern, die über Ignoranz seiner Person und Boykott seiner Sippe, bis hin zu Mordversuchen, alles unternahmen, um Muhammad unschädlich zu machen. Schließlich kritisierte er die Vielgötterei und griff so direkt in den Bereich des Kultus ein.

Die mekkanische Zeit wird in drei Perioden eingeteilt: Die anfangs verdeckte und vorsichtige Verkündigung der Offenbarungen an den engsten Bekanntschaftskreis des Propheten (610 n. Chr.). Danach, die verbale Verkündigung an die gesamte mekkanische Öffentlichkeit (613), auf die eine, mit der Zeit zunehmende erst verbale dann physische Gewalt der Mekkaner folgte, die an den Göttern ihrer Vorfahren festhalten wollten. Durch die zunehmende Unterdrückung der ersten Muslime, wurden die schwächeren unter ihnen vom Propheten nach Abessinien geschickt, wo sie vom christlichen Negus Schutz erhielten (615). Dann fand im Jahre 622 die große Auswanderung aller Muslime (die Hicra) von Mekka nach Yathrib (in das spätere Medina) statt.

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5.4.

Die Hicra nach Medina

Als sein Onkel starb und er den Schutz seiner Sippe verlor, luden ihn die Stämme Hazrac und Aus die sich zum Islam bekehrt hatten nach Yathrib (Medina) ein, damit er dort als Stammesfremder (und unparteiischer) die Konflikte zwischen den verfeindeten Stämmen schlichte. Die mekkanischen Muslime entschlossen sich nach Jahren der Unterdrückung durch ihre polyatheistischen Gegner, für die Auswanderung (Hicra) nach Medina, wo sie im Jahre 622 von den medinensischen Helfer empfangen wurden. Hier in Medina schloss der Prophet den "Gemeindevertrag von Medina ", wobei anfangs die Juden und Muslime eine "Umma " (Gemeinschaft) bildeten mit gleichen Rechten und mit gleichen Pflichten. Außerdem ist diese Zeit gekennzeichnet durch ständige Verteidigungskriege gegen die Mekkaner und ihre Verbündeten.

Die Zeit der Kriege endet mit der Kapitulation der Mekkaner und der unblutigen Einnahme Mekkas durch die Muslime im Jahre 630. Zwei Jahre später stirbt der Prophet in Medina, wo er beerdigt wurde.

Der Prophet gilt weder als "Mittler" zwischen den Menschen und Gott, noch als "Religionsstifter". Als solcher gilt nur Gott allein. Muhammad gilt aber als der letzte Rasul (Gesandter) Gottes und als das "Siegel der Propheten" (33:40). Er hinterließ den Menschen keine materiellen Güter, sondern den Koran und seine Sunna, und er trug ihnen auf, auf diese beiden besonders zu achten, wie es in einer Überlieferung heißt.

Laut einer anderen Überlieferung soll der Prophet die Muslime aufgefordert haben, den Koran und seine Nachkommen als Richtschnur zu nehmen, so dass sich kurz nach seinem Tod zwei Lager gebildet haben. Für die einen sollte der Kalif gewählt werden und für die anderen war automatisch Ali, der Vetter und Schwiegersohn des Propheten, der rechtmäßige Kalif. Somit bildete sich die Anhängerschaft.

Abgesehen von der Frage des Kalifats gibt es zwischen Sunniten und Schiiten in religiöser Hinsicht nur wenig Differenzen (siehe zu den verschiedenen Schulen, die Tabelle im Anhang). Koran und Sunna sind für beide, die Primärquellen des Islam und gelten als Grundlage für den Glauben und die Handlungen der Muslime, wobei Glaube und Handlungen als unzertrennlich gelten.

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