Bremen. (IFB-Pressedienst)
Die Ereignisse nach dem 11. September haben viele
Menschen verunsichert. Auf der einen Seite fragen
sich Leute, ob sie nun Angst vor den Muslimen in
ihrer Nachbarschaft haben müssen. Auf der anderen
Seite befürchten Muslime pauschal unter den
Verdacht zu geraten "Schläfer" zu
sein. Viele Muslime beobachten zudem die "Innere
Sicherheitsdebatte" mit Sorge: Müssen
sie nun damit rechnen, dass ihre Moscheen verboten
werden? "Wir müssen
die Ängste der Menschen ernst nehmen",
sagt Esat Ünal von der Islamischen Föderation
Bremen. "Wichtig ist, dass man über
diese Ängste sprechen kann. Wir müssen
den Menschen - Muslimen und Nichtmuslimen - Möglichkeiten
bieten, gemeinsam ins Gespräch zu kommen",
so Ünal.
Aus diesem Grund hat die Islamische
Föderation Bremen zusammen mit der Fatih
Moschee eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto:
"Dialog nötiger denn je" gestartet.
"Wir möchten das Motto, das wir Bremer
Muslime uns für den Tag der offenen Moschee
ausgesucht haben weitertragen", so Ünal.
Die Veranstaltungsreihe beginnt
am 8. November 2001, um 19.00 Uhr mit einem Vortrag
von Prof. Dr. Udo Steinbach, Direktor des Orientinstituts
in Hamburg. Er wird in der Fatih Moschee zum Thema:
"Nicht "Schläfer" oder Extremisten
- Zum respektvollen Umgang zwischen muslimischen
und nichtmuslimischen Bürgern in Deutschland"
sprechen. |