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Zitate aus dem Koran
 
 
 

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06.03.2002
Kritik an Schilys Äußerungen über den Islam -
IFB fordert Stellungnahme

Bremen. (IFB-Pressedienst) Nach einer Tagung des SPD-Forums Ostdeutschland wurde Innenminister Schily in der Presse folgendermaßen zitiert:
"Wir werden uns wieder auf unsere gesellschaftlichen Werte besinnen müssen"
"Es muss aber erlaubt sein zu sagen, dass der muslimische Glaube eine Verirrung ist"
"Toleranz bedeutet nur die Bereitschaft, eine Religion oder Anschauung nicht mit Gewalt zu unterdrücken"

Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme zu den Zitaten. Deshalb wendet sich nun die Islamische Föderation Bremen (IFB) mit einem Schreiben an den Innenminister, mit der Bitte um eine Stellungnahme.

Durch die Art der Formulierung werde der Eindruck erweckt, dass der Islam eine Religion der Verirrung (also eine Irrlehre) sei, die im Widerspruch zu den gesellschaftlichen Grundwerten steht. Auch die Definition des Toleranzbegriffs stößt auf Unsicherheit bei Muslimen: müssen Minderheiten wie die der Muslime in Zukunft damit rechnen, dass ihre Religion unterdrückt werden kann (ohne Gewalt)?

Seit Tagen würden vielfache Proteste von muslimischen Bürgern bei der IFB eingehen. "Viele fragen uns, ob der Innenminister das tatsächlich gesagt hat. Wir wissen es nicht," sagt Sanver Coban, stellvertretender Vorsitzende der IFB.
Er gehe davon aus, dass Schily sich der Tatsache und der damit verbundenen Verantwortung bewusst sei, dass er auch der gewählte Innenminister der Bürger muslimischen Glaubens ist.
Die IFB, größter Dachverband der Muslime in Bremen, hofft nun auf eine baldige Reaktion des Innenministeriums.

 
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