Bremen. (IFB-Pressedienst)
Der Vorsitzender der Islamischen Föderation
Bremen (IFB), Ahmet Özden, hat die Verantwortlichen
aufgefordert, alles zu tun, um den Brandanschlag
in Bremen-Nord aufzuklären.
Özden besuchte die Brandstelle
und sprach mit den Opfern. Betroffen sind 24 Familien,
fast alle Muslime türkischer Herkunft. Wie
durch ein Wunder ist von den ca. 80 betroffenen
Personen niemand gestorben.. Viele stehen noch
sichtlich unter dem Schock der Brandnacht. Trotzdem
wurde bisher keiner von ihnen psychologisch betreut.
Die Betroffenen beklagen, dass sie bisher weder
von den örtlichen Behörden noch von
der Stadt niemand aufgesucht hat. „Wir haben
das Gefühl, dass den Politikern unser Schicksal
egal ist“ beklagt sich ein älterer
Mann. Die Ausländerbeauftragte, Dagmar Lill,
sei die einzige gewesen, die mit ihnen gesprochen
habe. Auch Özden versteht das Desinteresse
nicht: „Es wäre doch eine schöne
Geste gewesen, wenn der Innensenator käme
und sich die Sorgen der Familien anhören
würde“.
Nach der Besichtigung der Brandstelle
wunderte sich Özden über das Ausmaß
und stellte erschrocken fest, dass der oder die
Täter den Tod von Dutzenden Menschen in Kauf
genommen haben. „Wäre nicht der junge
Selcuk da, hätten wir in Bremen wahrscheinlich
eine größere menschliche Katastrophe
als in Mölln oder Solingen“, so Özden.
Der junge Selcuk war der erste, der den Brand
entdeckt hat. Und das nur deshalb, weil er spät
nach Hause kam und nicht einschlafen konnte. Unter
den vielen Familien gilt er jetzt als ein kleiner
Held. |