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01.05.2002
IFB fordert Aufklärung des Brandanschlages / Betroffene fühlen sich alleingelassen

Bremen. (IFB-Pressedienst) Der Vorsitzender der Islamischen Föderation Bremen (IFB), Ahmet Özden, hat die Verantwortlichen aufgefordert, alles zu tun, um den Brandanschlag in Bremen-Nord aufzuklären.

Özden besuchte die Brandstelle und sprach mit den Opfern. Betroffen sind 24 Familien, fast alle Muslime türkischer Herkunft. Wie durch ein Wunder ist von den ca. 80 betroffenen Personen niemand gestorben.. Viele stehen noch sichtlich unter dem Schock der Brandnacht. Trotzdem wurde bisher keiner von ihnen psychologisch betreut. Die Betroffenen beklagen, dass sie bisher weder von den örtlichen Behörden noch von der Stadt niemand aufgesucht hat. „Wir haben das Gefühl, dass den Politikern unser Schicksal egal ist“ beklagt sich ein älterer Mann. Die Ausländerbeauftragte, Dagmar Lill, sei die einzige gewesen, die mit ihnen gesprochen habe. Auch Özden versteht das Desinteresse nicht: „Es wäre doch eine schöne Geste gewesen, wenn der Innensenator käme und sich die Sorgen der Familien anhören würde“.

Nach der Besichtigung der Brandstelle wunderte sich Özden über das Ausmaß und stellte erschrocken fest, dass der oder die Täter den Tod von Dutzenden Menschen in Kauf genommen haben. „Wäre nicht der junge Selcuk da, hätten wir in Bremen wahrscheinlich eine größere menschliche Katastrophe als in Mölln oder Solingen“, so Özden. Der junge Selcuk war der erste, der den Brand entdeckt hat. Und das nur deshalb, weil er spät nach Hause kam und nicht einschlafen konnte. Unter den vielen Familien gilt er jetzt als ein kleiner Held.

 
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