Bremen. (IFB-Pressedienst)
Die Innenbehörde und der Verfassungsschutz
können offensichtlich nicht bis zehn zählen.
So äußerte Abdulkerim Sari, Sprecher
der Islamischen Föderation Bremen (IFB), seine
Kritik zu den Verlautbarungen der Bremer Innenbehörde.
Die Innenbehörde behauptet, dass in Bremen
8 Moscheen der Milli Görüs zuzuordnen
seien. "Das ist schlichtweg falsch", empört
sich Sari. "In der Stadt Bremen gibt es 6 Moscheen,
zusammen mit Bremerhaven sind es 7. Dass der Verfassungsschutz
nicht mal fähig ist, diese für jeden zugängliche
und allgemein bekannte Information richtig wiederzugeben,
berechtigt die Kritik an dieser Einrichtung und
an ihrer Arbeitsweise."
"Wir sind aber gerne bereit, beim Zusammenzählen
zu helfen."
"Wir korrigieren weiter: Auch die Mitgliedszahlen
der Milli Görüs Moscheen in Bremen gehen
weit über die vom Verfassungsschutz genannte
Zahl 900 hinaus. Wenn die Innenbehörde an der
tatsächlichen Zahl interessiert ist, sind wir
gerne bereit sie darüber zu informieren. Anscheinend
hat auch hier der Verfassungsschutz große
Schwierigkeiten öffentlich zugängliche
Zahlen zu ermitteln. Kein
einziger dieser Menschen, die Mitglied in den
Bremer Milli Görüs Moscheen sind, ist
bisher in irgendeiner Weise negativ aufgefallen.
Ihre Loyalität zu dieser Gesellschaft und
zu ihrer demokratischen Verfassung ist kein bloßes
Lippenbekenntnis, sondern ist durch die Lebensrealität
bestätigt. Es sind Menschen die seit 40 Jahren
hier leben. Viele von ihnen sind mittlerweile
in Bremen geboren. Das was sie sagen und in der
Vergangenheit auch immer gesagt haben, kann an
ihren Handlungen geprüft werden. Menschen
aus diesen Moscheen waren bisher in keiner Weise
kriminell, sie beweisen täglich ihre Gesetzestreue
durch ihren Lebensalltag."
Die Attacken der Bremer CDU-Spitze
wertet Sari als einen "krampfhaften Versuch"
die Fatih Moschee und die Muslime in Bremen mit
Zitaten die nicht aus Bremen stammen und deren
Herkunft fraglich sind in ein gesellschaftlich
schlechtes Bild zu rücken. "Wir weisen
diese Zitate entschieden zurück", so
der Sprecher. "Sie haben mit der Wirklichkeit
in Bremen nichts zu tun."
Öffentliche Fragen
der Fatih Moschee an den Innensenator:
- Was haben die Muslime, die sich
der Milli Görüs in Bremen zugehörig
fühlen bisher verbrochen? Sind sie kriminell
aufgefallen? Gab es irgendeinen Grund gegen
sie rechtlich vorzugehen?
- Seit Jahren schwört die
Innenbehörde eine Gefahr herbei. Wo ist
diese Gefahr in Bremen bisher konkret zum Ausdruck
gekommen?
- Die Milli Görüs in
Bremen würde sich "in den Grundzügen
integrationsfeindlich verhalten", heißt
es seitens der Innenbehörde. Warum wird
nicht mitgeteilt, welche unserer Einstellungen
oder unserer Aktivitäten "in den Grundzügen
Integrationsfeindlich" ist. Wir würden
uns freuen, wenn Sie uns Beispiele nennen, damit
wir zu diesem pauschalen Vorwurf konkret Stellung
nehmen können.
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