Wir sind zutiefst bestürzt über den am 1. Juli 2009 im Dresdner Landgericht verübten islamfeindlich motivierten Mord an der 32jährigen Ägypterin Marwa El-Sherbini.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt dem Ehemann und dem Sohn, die beide Zeugen, aber auch zum Teil selbst Opfer der abscheulichen Tat wurden, sowie den Angehörigen. Möge Allah der ermordeten Schwester seinen Segen und Gnaden zuteil werden und sie im Paradies aufnehmen.
Wir verurteilen diesen feigen islamfeindlichen Anschlag aufs Schärfste. Mit diesem Mord an einer Muslima ist der Grad der Islamophobie in Deutschland evident geworden und eine neue bestialische Dimension erreicht. Es ist Zeit, dass die Öffentlichkeit endlich aufgerüttelt und dieser tendenziellen Entwicklung ein Ende bereitet wird. Wir fordern alle meinungsbildenden Institutionen und Einrichtungen in diesem Lande auf, sensibler mit ihren muslimischen Mitbürgern, ihren Organisationen und dem Islam umzugehen. Insbesondere appellieren wir an die Politiker und die Medienlandschaft, die in ihrer meinungsbildenden Arbeit auch eine Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in diesem Lande tragen. Es darf kein "Futter" für ein islam- bzw. muslimfeindliches Gedankengut geliefert werden. Respekt und Achtung gebührt allen Menschen, unabhängig ihrer Religiosität und Ethnie. Wir erhoffen ein deutliches Zeichen gegen Islamfeindlichkeit.
Auch wir Muslime sind Menschen und Bürger dieses Landes und erwarten vom Staat Schutz für unser Leib und Leben.
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