Der DITIB Landesverband Niedersachsen und Bremen, Islamische Föderation Bremen, sowie das Bremer Friedensforum, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG), Netzwerk für einen gerechten Frieden im Nahen Osten und die Palästinensische Gemeinde in Bremen und Umgebung verurteilen das Vorgehen des israelischen Militärs auf die Gaza-Friedensflotte in internationalen Gewässern und die Tötung von mindestens 10 friedlichen Demonstranten auf das Schärfste. Die Schiffe der Aktivisten wollten in friedlicher Absicht Hilfsgüter - vor allem Baumaterial und medizinische Ausrüstung - nach Gaza bringen, weil Israel die Einfuhr solcher Güter unterbindet. Die Friedensaktivisten wollten auf diese Weise auch symbolisch die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens durch Israel durchbrechen. Israel hatte mit seinem Krieg 2008/09 schon schwere Verbrechen gegen die Bevölkerung des Gazastreifens begangen, insgesamt wurden mehr als 1400 Palästinenser getötet, die meisten von ihnen waren Zivilisten. Diese Verbrechen sind im UN-Goldstone-Bericht festgehalten und dokumentiert. Israel hat bisher nicht die Verantwortung für diese Verbrechen übernommen, sondern durch die anhaltende Belagerung des Gazastreifens und die das Völker- und Seerecht verletzende Aktion gegen die Friedensflotte sich neuer Verbrechen schuldig gemacht. Wir begrüßen die Verurteilung Israels durch die internationale Gemeinschaft und ihrer Gremien und fordern einen Prozess gegen die verantwortlichen Politiker und Militärs vor dem internationalen Gerichtshof in den Haag. Die Blockade gegen Gaza und das palästinensische Volk muss sofort aufgehoben werden.
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