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20.10.2009

Deutschland

Erste islamische Bank Deutschlands soll 2010 eröffnet werden

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Anfang nächsten Jahres soll die erste islamische Bank in Deutschland eröffnet werden. Die Beteiligungsbank der türkisch-kuwaitischen Bank „Kuveyt Türk“ will in Mannheim islamische Finanzprodukte anbieten.

Die deutsche Bankenaufsicht BaFin habe der Bank eine eingeschränkte Lizenz erteilt, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Sie darf nun scharia-konforme Finanzprodukte anbieten. Zudem seien weitere Filialen in anderen deutschen Städten geplant.

Das Islamic Banking blieb von der globalen Wirtschaftkrise weitgehend verschont und verzeichnet ein jährliches Wachstum von 25-30 Prozent. Während das Islamic Banking in Großbritannien weit verbreitet ist, gibt es in Deutschland noch keine Bank die scharia-konforme Produkte anbietet.

Grundsatz des islamischen Finanzsystems ist das Zinsverbot: das Einnehmen und Zahlen von Zinsen ist im Islam nicht erlaubt. Zudem dürfen Muslime nur in „islamgerechte“ Branchen investieren. Verboten sind demnach Branchen wie Glücksspiel, Alkohol, Schweinefleisch und Waffen.

Zu den Prinzipien des Islamic Bankings zählt zum Beispiel die Beteiligungsfinanzierung, demnach Gewinne und Verluste geteilt werden und so das Risiko für alle Beteiligten geringer ist. Zudem wird im islamischen Finanzsystem in die Realwirtschaft investiert wird, d.h. nicht in abstrakte Finanzprodukte. Dies machte die islamischen Banken zu den Gewinnern der Finanzkrise. (fy)

 
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