| 18.10.2009
Parallelgesellschaft? – Laschet prangert Doppelmoral an
Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hat davor gewarnt, Integrationsfragen zu „islamisieren“. Die Trennung zwischen islamischen Religions-gemeinschaften und Migrantenselbstorganisationen aufrechtzuerhalten, müsse eine Grundentscheidung deutscher Politik sein, so Laschet.
Verantwortliche müssten sich davor hüten, nicht gelungene Integration von der Religion herzuleiten, schreibt Laschet in einem Gastbeitrag im “Kölner Stadt-Anzeiger”. Dass Integration ganz wesentlich von Bildungskarrieren, auch denen der Elterngeneration, abhänge, gerate ansonsten aus dem Blick.
Der CDU-Politiker spricht sich in dem Beitrag ferner für eine seriöse Debatte über Moscheebauprojekte aus. In der Debatte um den Moscheebau in Köln etwa gehe es immer wieder um die Angst, das geplante Gemeindezentrum für Jugend- und Altenarbeit diene, also der Bildung einer Parallelgesellschaft. „Wenn das, was in Köln geplant ist, parallelgesellschaftliche Strukturen darstellt, dann ist ein Großteil der Christen in Deutschland ebenfalls in einer Parallelgesellschaft aufgewachsen“, gibt Laschet zu bedenken. So sei er selbst in einem katholischen Krankenhaus geboren, habe katholische Kindergärten und Schulen besucht und sei Kunde der kirchlichen Pax-Bank. (sa) |