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04.05.2011

Evangelischer Pressedienst:
Christlich-Muslimisches Begegnungszentrum in Nürnberg kritisiert Ausgrenzung von Muslime

Nürnberg (epd). Mit dem Begriff "christlich-jüdisches Erbe" wird nach Ansicht des Leiters des christlich-muslimischen Begegnungszentrum in Nürnberg, Hans-Martin Gloel, derzeit ein "Kulturkampf" ausgetragen. "Es ist doch sehr durchsichtig, dass in der Politik das 'christlich-jüdische Erbe' betont wird, um den Islam abzugrenzen", sagte der evangelische Pfarre Gloel bei einem Pressegespräch. Gloel gehört zu den Veranstaltern der "Woche des christlich-islamischen Dialogs", die im Mai in Nürnberg zum 15. Mal stattfindet.

Bei der Dialogreihe greifen die islamischen und christlichen Programmmacher "Themen auf, die auf dem Tisch liegen", kündigte der Leiter der evangelischen Stadtakademie Nürnberg Willi Stöhr an. Mit dem Verhältnis von Meinungsfreiheit und bewussten Tabubrüchen beschäftigt sich eine Diskussion zu den Sarrazin-Thesen mit der Publizistikprofessorin Johanna Haberer (Erlangen). Die Grenzen der Religionsfreiheit thematisiert eine Veranstaltung mit der Vizepräsidentin des bayerischen Landtags Christine Stahl (Die Grünen) und dem Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft "Milli Görüs".

Im Laufe der vergangenen 15 Jahre sei aus dem christlich-islamischen Dialog in Nürnberg eine "Struktur des Vertrauens" zwischen Muslimen und Christen in der Stadt gewachsen, betonte Stöhr. "Wir können heute Probleme und kritische Punkte offen aussprechen", unterstrich auch der Bildungsreferent der DITIB-Moschee Ümit Canli.

http://www.epd.de/bayern/bayern_index_87980.html

 

epd - Evangelischer Pressedienst Bayern
04.05.2011

 
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